Beilstein gehört zu seinen bekanntesten Orten einer Mosel. Wenn man bedenkt, dass der Ort aber nicht mal 150 Einwohner hat, erscheint dies sehr überraschend. Dennoch ist Beilstein aufgrund seiner schönen Gassen ein beliebter Ausflugsort für Touristen. Beilstein wurde erstmals 1268 in Zusammenhang mit der hier stehenden Burg erwähnt. Die Burg wurde von den Herren von Braunshorn wohl kurz zuvor errichtet und bewohnt. 1309/10 erhielt der Ort eine Befestigung und Marktrechte. Nach dem Aussterben der Herren von Braunshorn ging die Herrschaft über Beilstein an die Herren von Winneburg, die allerdings bald darauf Teile der Herrschaft an Kurtrier verkauften und als Lehen zurück erhielten. 1488 kam es dahingehend zum Beilsteiner Krieg zwischen den Herren von Winneburg-Beilstein und Kurtrier. Der Kurfürst eroberte Beilstein, gab die Herrschaft kurz darauf aber erneut den Herrn von Winneburg-Beilstein als Lehen zurück. Im 16. Jahrhundert wurde die Familie protestantisch, starb aber im 17. Jahrhundert aus. Zur Rekatholisierung ließ der Kurfürst nun ein Karmeliterkloster errichten. Er gab Beilstein dann einer Linie der Freiherren vom Metternich als Lehen. Daraus entstand die Linie Metternich-Winneburg-Beilstein, und auch die Burg heißt seit dem "Burg Metternich". Die Burg wurde allerdings 1689 von den Franzosen zerstört. Die Metternicher Herrschaft und auch der Klosterbetrieb endeten durch französische Eroberung 1794, worauf 1815 der Machtwechsel zu Preußen folgte. Heute ist die Burg im Privatbesitz, und das Kloster wurde im 20. Jahrhundert neu gegründet. Die 1974 erneuerte Treppe zum Kloster ist ein beliebtes Fotomotiv. Warst Du schon mal hier?
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